Helm- oder Lenkerkameravideos sind im Rennrad- und Mountainbikesport keine Seltenheit mehr – man siehe sich nur die ganzen selbstgedrehten Videos von Rad am Ring auf YouTube an. Wir waren bislang höchstens mit Handykamera unterwegs, obwohl Bewegtbilder natürlich die besseren Erinnerungen an Mallorca-Trainingslager oder die Ronde van Vlaanderen darstellen.

Freundlicherweise hat uns Fantec eine BeastVision HD in der Wi-Fi-Version zum Testen zur Verfügung gestellt* – passend zum in Kürze anstehenden zweiten Trainingslager auf Mallorca Ende September – wenn denn das Handgelenk ausgedehnte Rennradfahrten schon mitmacht. Aber auch beim Schnorcheln wird die Kamera zum Einsatz kommen: das Ding ist nämlich wasserdicht.

Unboxing

Die BeastVision kommt in der für Action Cams typischen Box, wie man sie auch von der GoPro oder anderen Modellen kennt. Ein stabiles Gehäuse, in dem sich nach dem Auspacken auch das ganze Zubehör verstauen lässt. BeastVision-Aufkleber sind auch dabei.

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Seitenansicht mit QR-Codes zu den Smartphone-Apps, mit denen sich die Kamera steuern lässt – die Codes sind auch bitter nötig, denn auf der Beastvision-Homepage findet man die Apps nicht, und auch eine Suche im Appstore (Android und Apple) bringt nur etwas, wenn man weiss, dass man nach „AEE“ suchen muss.

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Überblick über die verschiedenen Versionen der Kamera, die sich im Zubehör unterscheiden: es gibt eine Surf & Watersports, eine Motorsports, eine Bike & Ski sowie eine Outdoor & Ski-Edition (letztere haben wir zum Testen).

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Alle Features auf einen Blick.

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Unterseite der Verpackung. Auch hier alles voll mit Informationen – kauft man die BeastVision im Geschäft ist das sicher eine gute Quelle. Bei meinem Elektronikmarktbesuch vor ein paar Tagen ist mir die mangelhafte Beschilderung der Waren wieder einmal aufgefallen.

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Einen kleinen Schritt weiter…

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Im unteren Teil ist das ganze Zubehör verpackt…

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…und das ist wirklich eine ganze Menge.

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Die Kamera in der wasserdichten Box:

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Der gesamte Inhalt der Box.

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Die Rückseite der Kamera (links) mit Akkufach. In der Mitte das LC-Display, das hinten auf die Kamera gesteckt werden kann, rechts das Wi-Fi-Modul (später mehr dazu).

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Die Beastvision kommt mit zwei Akkus:

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Die Fernbedienung: roter Knopf Videoaufnahme, Kameraknopf, und Stopp-Button.

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Die Fernbedienung kann über eine „Krokodilsklemme“ an Kleidung oder Ähnlichem befestigt werden, alternativ kann man sie auch an einem Rucksackband festmachen (dazu sind die Laschen da):

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Das Wi-Fi-Modul: ist es an der Kamera befestigt hat man über eine Smartphone-App Zugriff auf die Kamera. Mit Statuslampen für W-Lan, Kamerastatus und Akkuladung.

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Rückseite des Wi-Fi-Moduls:

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Unterseite der Kamera mit Standard-Stativaufnahme (voll kompatibel mit GoPro-Zubehör, Fotostativen etc.) und angebrachtem Display:

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Mini USB und HDMI-Anschlüsse auf der Seite, zudem eine Laserwarnung: die BeastVision hat eine sehr praktische Laserausrichtung, mit der man überprüfen kann, was gefilmt wird. Aktiviert wird der Laser über die Fernbedienung (drei Sekunden auf den Kameraknopf drücken), die Kamera selbst (drei Sekunden auf den Aufnahmebutton drücken) oder das Menü:

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Mini-USB und HDMI-Anschluß für Fernseher etc.:

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Oberseite der Kamera: Einschalter, Aufnahmeschalter, kleines Display, Stopptaste, Mikrofon und Fotofunktion:

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Andere Seite: hier ist der MicroSD-Slot und der Audioeingang, sowie Mikrofon/Lautsprecher:

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Der MicroSD-Slot nimmt Karten bis 64 GB auf, Audioklinke mit 2,5 mm (man braucht also einen Adapter auf 3,5mm Klinke).

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Das Batteriefach:

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Die Kamera mit angebrachter Bodenplatte, an der man zahlreiche Halterungen befestigen kann: IMG_0032

Die wasserdichte Box:

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Die Knöpfe kann man auch bedienen, wenn die Kamera in der Box ist (an sollte sie allerdings schon sein, und man sollte sich auch einprägen, welcher Knopf welche Funktion hat – die Piktogramme sieht man in der Box nämlich nicht):

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Teil des umfangreichen Zubehörs: Klebepads in insgesamt fünffacher Ausführung. Vier kleine, davon zwei gerade und zwei gebogen, und ein großes gebogenes Pad.

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Seitenansicht: oben gerade, unten gebogen.

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Eine der Halterungen. Oben die Schraube für die Stativaufnahme. Die Halterung ist hier auf einem der Klebepads angebracht, kann aber durch einen Klemmmechanismus wieder abgenommen werden. Das orange Gummi schützt vor unabsichtlichem Herausrutschen.

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Kamera mit Klebepad auf dem Helm – es hält. Alternativ kann man das hier verwendete große Pad auch noch mit einem Riemen festzurren (siehe Aufnahmen für Riemen an den Seiten). Man sieht: das Ding ist echt klein! Auch mit der wasserdichten Box ist es schön handlich und passt gut in die Hosen- oder Trikottasche:

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Weitere Halterungen. Der Fantasie sind bei der Kombinationen im Grunde keine Grenzen gesetzt, so dass man alle möglichen Winkel realisieren kann. Unten ein nicht-klebendes Pad mit Straps zur Befestigung:

 

 

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Helmhalterung mit elastischen Straps. Einsatzzweck ist hierbei wohl eher der Kletter- oder Snowboardhelm. Auf meinem Kletterhelm sitzt das Ding perfekt, beim Rennradhelm ist das Klebepad besser:

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Soweit zum Zubehör. Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Teile, die man sich kaufen kann, beispielsweise einen Brustgurt, einen Saugknopf zur Anbringung auf der Windschutzscheibe oder ein signalrotes Schwimmpad, damit die Kamera im Wassereinsatz nicht untergeht (mehrere Schlaufen für das Handgelenk sind in der Grundausstattung schon dabei).

Die Outdoor- und Ski-Edition hat keine Lenkerhalterung im Umfang, so dass wir das bislang noch nicht testen konnten – eine entsprechende Halterung ist allerdings auf dem Weg zu uns, so dass wir das auch noch nachholen werden.

Zu den Funktionen

Die BeastVision HD kann 1080p, also FullHD. Andere Qualitäten sind über das Menü auch einfach einstellbar. Aufnahmen sind bis zu 120 FPS möglich – also Slow Motion! Das dürfte vor allem für das Filmen von technischen Singletrails interessant sein.

Über die Laserfunktion habe ich oben bereits geschrieben, im Wald muss man den kleinen Strahl aber erst einmal zwischen dem ganzen Laub finden. Zu diesem Zweck gibt es das Wi-Fi-Modul: über die entsprechende App (iOS oder Android) lässt sich die Kamera einfach ausrichten und fernsteuern.

Über den „G-Senor“ lässt sich die Kamera bei Bewegung automatisch einschalten – praktisch für den Renneinsatz: kurz vor dem Start die Kamera einschalten, gefilmt wird dann erst, wenn es auch losgeht.

Die BeastVision nimmt MicroSD-Karten bis 64 GB auf, ausreichend für längere Aufnahmen in 1080p. Über den USB-Anschluss lassen sich die Aufnahmen einfach auf den Computer ziehen, die BeastVision wird als normale Kamera angezeigt. Auch Fotos sind im Übrigen möglich, und zwar in 8MP-Qualität. Zur Illustration der Fotofunktion und der möglichen Aufnahmewinkel (Video und Foto) hier ein paar Bilder:

170° Weitwinkel (alle Auflösungen). Die vermutlich sinnvollste Einstellung für Rennrad und Mountainbike-Aufnahmen:

 

 

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150° Super-Wide FOV (1080p & 1080i). Hier ist der leichte „Fish-Eye“-Effekt weniger stark ausgeprägt:

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130° Narrow-Wide FOV (1080p & 1080i):

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110° Semi-Wide FOV (1080p & 1080i):

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Die Videofunktion überzeugt. FullHD-Videos sind schon etwas Schönes. Aufnahmen werden wir in den nächsten Wochen nachreichen, wenn die Kamera auf dem Rad und unter Wasser auf Mallorca dem Härtetest unterzogen wird. Eventuell wird sie auch beim Münsterland Giro zum Einsatz kommen, mal schauen, ob das Handgelenk ein Rennen zum Saisonabschluß schon zulässt.

Zum Preis

Die BeastVision HD Wi-Fi in der Outdoor- und Ski-Edition kostet bei Amazon derzeit 289 EUR. Dazu kommen entsprechend die Kosten für eine MicroSD-Karte.

Unsere Meinung

Die BeastVision HD weiss mit ihrer Ausstattung, ihren Funktionen und Abmessungen zu überzeugen. Auf dem Helm stört sie wegen ihres geringen Gewichtes nicht und die zahlreichen mitgelieferten Halterungen bieten unzählige Möglichkeiten zur Befestigung. Gut ist auch, dass die BeastVision kompatibel ist sowohl mit üblichen Stativformaten als auch mit dem Zubehör vergleichbarer Anbieter auf dem Markt. Die Aufnahmequalität von Videos und Fotos ist auch bei nicht optimalen Lichtbedingungen super, wobei vor allem auch die Fotofunktion super umgesetzt ist. Über den Laser lässt sich die Kamera auch ausrichten, wenn sie bereits in der Box ist oder der Blick auf das LCD-Display versperrt ist – sehr praktisch bei Radtouren! Die wasserdichte Box ist handlich und macht die Kamera nicht bedeutend schwerer, trägt aber zum Schutz erheblich bei. Softwarefunktionen und Bedienung sind leicht verständlich, so dass man die Bedienungsanleitung eigentlich gar nicht braucht. Das Wi-Fi-Modul ist eine tolle Idee, so kann die Kamera auch aus der Entfernung (offizielle Angabe: 40m) gesteuert werden.

*(Zur vollen Transparenz: die Kamera wird uns zum Testen zur Verfügung gestellt, und nach dem Test bleibt sie in unseren Händen.)

Weitere Tests der Fantec BeastVision HD WiFi Action Cam findest du auf folgenden Blogs:
Jo Igele Reise und Erlebnisblog
Reisemagazin Breitengrad53
Freiluftblog
Autoblog 0511.web
Reiseblog Travel-Volunteer
Ausgefallene Sachen Blog
Millus Blog
Der Sport Blog
Blog musikgraph
Dreibeinblog

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